Was mich bewegt ...


Wir möchten Menschen helfen, den Lebensabschnitt "Pflegebedürftigkeit" lebenswert zu erleben.

 

Mal offen gefragt: Wer will sich denn wirklich mit dem Thema Pflegebedürftigkeit auseinandersetzen. Und wer will schon wirklich einen ambulanten Pflegedienst bei sich im Haus haben, damit der dann eine "Teilpflege mit Ausscheidung" durchführt?

 

Die Suche nach einem passenden Pflegedienst gehört wohl zu den unangenehmen Aufgaben im Leben. Eigentlich geht "man" davon aus, kein Pflegefall zu werden. Pflege ist irgendwie die unangenehme Grauzone zwischen aktivem Leben und Tod. Pflege ist ein unangenehmes und sperriges Thema, ähnlich wie das Thema Tod und Sterben. Aber zum Bestatter muss "man" sowieso, darum sollte "man" sich also kümmern. Dem Tod kann sich Niemand entziehen. Außerdem hat eine Bestattung ja teilweise noch einen gewissen Prestigewert - "man" kann posthum noch damit glänzen.

Plötzlich Pflegefall

Pflege? Eine Pflegefall? Nein, so etwas passiert dem Nachbarn oder Fremden. Aber selbst? Nein, Pflegefall wird "man" selbst nicht - so hofft "man" jedenfalls. Außerdem lebt "man" gesund, ernährt sich richtig und und die Eltern sind auch alt geworden. Nein, Pflege und Pflegebedürftigkeit sind kein nettes Thema für den Stammtisch, das Abendgespräch oder eine nette Unterhaltung.

 

Wenn es denn also nicht irgendwie zu vermeiden ist möchten Sie sich am liebsten nie um das Thema Pflege und Pflegebedürftigkeit kümmern müssen. Und erst recht will freiwillig wohl Niemand einen Pflegedienst bei sich im Haus haben!

Das Leben ändert sich im Pflegefall

Nicht nur, dass sich durch den Eintritt eines Pflegefalls Ihr bisheriges Leben nahezu vollständig verändert und Sie (egal ob Patient oder Angehörige) sowieso den Kopf mit der zentralsten Frage aller Fragen voll haben: Wie geht es nur weiter?

 

Nein, nicht genug damit: Da kommen dann plötzlich fremde Menschen in Ihr Haus und dringen in Ihre intimsten Bereiche vor. Wildfremde Menschen fragen Sie auf einmal, wie oft Sie wann auf die Toilette gehen und ob Sie da allein zurecht kommen. Oder Sie werden gefragt, wie oft Sie sich wie und wann waschen, ob Sie das dann auch noch alleine machen können und ob und in welchem Umfang Sie dabei welche Hilfe benötigen. Da reden dann fremde Menschen auf einmal über Teilpflege, vollständige Übernahmen oder Beaufsichtigung und Anleitungen. Dazu kommt ein ganzer Wust an Formalitäten (Kasse, Ärzte, Ämter usw.). 

 

Und mittendrin sind dann Sie als Patient oder Angehörige(r), Sie fühlen sich hilflos, überfordert und nicht selten erniedrigt. Und zu allem Überfluss kommt dann noch ein Pflegedienst in Ihr Leben "einmarschiert", macht sich regelrecht breit, überfällt Sie mit allen möglichen Leistungen und noch mehr Formularen, redet viel mit Fremdworten (da wird dann von "Assessments" gesprochen, "Braden-Skalen" ausgefüllt oder Sie werden detailliert über Ihre Ernährungsgewohnheiten ausgefragt) und verteilt vielleicht noch all seine Utensilien auf und in den guten Möbeln (Tisch, Schrank, Stuhl - nichts ist mehr sicher).

Vielleicht "dürfen" Sie sich dann auch noch von einer ca. 45 Jahre jüngeren Schwester eine "Belehrung" (Anmerkung: so nennen MDK und Kassen das wirklich!) zur gesunden Ernährung anhören und kriegen ein paar Infoblätter zu Thema Dekubitus oder Schmerzen in die Hand gedrückt (wobei Sie sich vielleicht gerade fragen, wie Sie es mit all der angeblich falschen Ernährung überhaupt in Ihr Alter geschafft haben und was überhaupt ein Dekubitus ist).

 

Als "Krönung" des ganzen Aktionismus dürfen Sie dann monatlich noch ein paar hundert Euro als Eigenanteil zahlen. Dafür, dass ein Pflegedienst morgens und abends ein paar Minuten da ist und meist doch nicht viel Zeit hat.

 

Nicht mit uns!

  


Kleine Anmerkung:

 

Im Heim kann es noch schlimmer kommen.

 

Da geben Sie nicht selten am Eingang Ihr komplettes Leben ab und dürfen nach einem vielleicht unappetitlichen Essen auch noch an Spiel-, Bastel-, Bewegungs- oder Musikgruppen teilnehmen - wo Sie doch einfach nur mal Ihre Ruhe haben wollen.

 

Und wenn Sie zum Beispiel ihr Leben lang keine Lust auf Akkordeon-Musik hatten (und stattdessen lieber bei einer guten Flasche Wein Mozart, Bach, Beethoven, die Beatles, Elvis oder auch Led Zeppelin oder Fleetwood Mac gehört haben) ... im Heim wird sich sowas schnell ändern!

Wehe Ihnen, Sie machen dann nicht mit!

 

Da ist dann schnell Schluss mit Selbstbestimmung. 

 

Hauptsache im Heim macht der Patient (!) es allen Recht: 

  • seinen Angehörigen (schließlich soll ja der Sohn oder die Tochter mit der Pflege zufrieden sein ...)
  • den Ärzten (schließlich sollen die Medikamente ja regelmäßig gegeben werden ...)
  • dem MDK (schließlich sollen die Prüfer ja keinen Grund zur Kritik oder zu Beanstandungen haben ...) 
  • den Kassen (schließlich sollen die Kosten ja im Griff bleiben ...)
  • dem Träger (schließlich soll der Gewinn ja stimmen und die Hochglanzbroschüren sollen nur "glückliche Alte" zeigen ...)
  • dem Personal (schließlich sollen die Pläne und Dienste ja ordentlich abgearbeitet werden ...)
  • der Politik (schließlich will man ja mit vielen Reförmchen - so unsinnig die auch immer sein mögen - irgendwie die nächste Wahl gewinnen ...)
  • usw.

 

Von wegen "der Mensch im Mittelpunkt".

Zum Glück gibt es Heime, die diesen Wahnsinn nicht mitmachen.

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